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Bildungspolitik Niedersachsen

 

 

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Hier finden Sie alle aktuellen Berichte seit 2018

 

Letztes Update: 21.01.2018

 

 

 Fast jeder fünfte Viertklässler kann nicht richtig lesen

 

 Finnlands Pisa-Wunder entpuppt sich als Irrtum

 

 Die Wahrheit über das Abitur

 

 Das System versagt

 

 Lehrerin in Soltau

 

 Gemeinschaftsschule Bruchwiese

 

 Ganztagsschulen nicht besser

 

 

 

 

Ältere Berichte aus den vergangenen Jahren finden Sie im Bereich Presse.

 

Weitere interessante und aktuelle Themen aus diesem Bereich finden Sie auch auf dieser Seite:

 

www.hannovers-abendpost.de

 

  

 

Fast jeder fünfte Viertklässler kann nicht richtig lesen
Viele Grundschüler in Deutschland haben massive Schwierigkeiten beim Lesen. Das zeigt die neue Iglu-Studie. Deutschland fällt damit im internationalen Vergleich zurück.




Finnlands Pisa-Wunder entpuppt sich als Irrtum
Finnlands Schulen gelten seit der ersten Pisa-Studie für Deutschland als Vorbild. Jetzt stellt sich heraus: Der Erfolg beruhte doch auf Strenge statt auf modernen Methoden. Die Grünen wollen Schulen nach finnischem Vorbild schaffen.
Die Erkennung der wahren Gründe müsste eigentlich einen Schock bewirken, wie ihn Pisa hierzulande ausgelöst hatte.
Heute ist der Lernerfolg eines ganzen Schuljahrs verschwunden. “,Die Fallhöhe ist bemerkenswert.
Das finnische Schulsystem zehrte von Früchten die lange zuvor unter ganz anderen Bedingungen gesät wurden. Bis in die 90er Jahre war der Frontalunterricht mit einer starken autoritären Stellung des Lehrers maßgebliches Prinzip. „Historisch waren finnische Schulen hierarchisch aufgebaute Institutionen des Gehorsams und der Autorität.
Sehr viele Schüler beschrieben ihre Lehrer bis weit in die 90er-Jahre hinein als unnahbar und wenig empathisch. Noch Anfang 2007 berichtete ein Unicef-Report, dass in keinem anderen Land Kinder weniger gern zur Schule gehen. Damals hatte man dafür keine Erklärung. Denn es konterkarierte das vorherrschende Bild.
Erst seit der Jahrtausendwende ging die Leistung der Schüler zurück.
Offenbar griffen im jüngsten Pisa-Jahrgang die Reformen, die in den 90ern angestoßen wurden und sie waren nicht zum Vorteil der Leistungsfähigkeit. Finnland reformiert sein „Erfolgsmodell“.
Wir sprechen in der Bildungsforschung davon, dass es mindestens zehn bis 15 Jahre dauert, bis Veränderungen sichtbar werden. Die Erfolge waren dem Nachwirken des alten Systems geschuldet. Dennoch taten alle so, als hätte es in Finnland nie ein anderes als das heute sichtbare Schulsystem gegeben.





Die Wahrheit über das Abitur
Vor wenigen Wochen ist Jutta Dreßler, 65, in Pension gegangen, nach mehr als vier Jahrzehnten als Lehrerin. Streng und konsequent sein heißt nicht, keinen Spaß mit den Schülern zu haben. Drei Schüler haben mir beim Abschied gesagt: „Vielen Dank, dass Sie mir immer in den Hintern getreten haben.“ Das brauchen die Schüler, man muss etwas fordern.
Man muss sich heute so sehr um die Leistungsschwachen kümmern, dass wir für die Leistungsstarken keine Zeit mehr haben. Das tut mir am meisten weh. Das ist aber politisch gewollt, leider.
Das Niveau sinkt. Wenn man allen die gleichen Chancen einräumen will, muss das Level sinken.  Die Bewertung im Abitur hat sich geändert. 15 Punkte gab es einmal für 100 Prozent. Heute gibt es die 15 Punkte bei 95 Prozent.
Viele meiner jüngeren Kollegen unterschätzen ihre Schüler. Sie haben Angst davor, einfach nur etwas zu vermitteln, ohne es mit einem Projekt oder einem Event zu verbinden. Die Kinder sitzen zu viel am Computer und Handy und hinterfragen das Wissen nicht.
Die Schüler horten Material und vergessen das Betrachten, das Lernen.  Mit dem Zentralabitur hat man eine mittlere Linie gefunden, aber es müsste für Gymnasiasten mehr Anspruch da sein. Sogar die Schüler wundern sich manchmal, wie einfach das war. Viele Texte verraten schon Lösungen. In der DDR konnten ja nur wenige aufs Gymnasium. Dort gab vor allem Frontalunterricht.




Das System versagt
Deutschlehrer die so viel zu tun haben, dass Sie sich nicht auch noch um die Rechtschreibung der Schüler kümmern können' (O-Ton!), Kein Lesen , kein Vorlesen, Keine Aufgaben mehr die irgendetwas mit lesen zu tun haben, keine Diktate, Schreiben nach Gehör ...
Für was gehen die Kinder denn dann in die Schule? Vor zwanzig Jahren habe ich in der Schule lesen und schreiben gelernt. Das sind nicht die Eltern, sondern das seltsame System nach dem die Kinder jetzt lernen sollen. Wer selber Kinder hat weiß das. Referate halten ab der ersten Klasse, Keinerlei Diktate oder Nachschriften mehr, kaum noch Hefteinträge selber machen, nur Arbeitsblätter. 
Die wollten das Schulsystem zum besseren wandeln, das ist ein reines Chaos. Das Schreiben nach Gehör hat seinen Teil dazu beigetragen!





Lehrerin in Soltau - HAZ Dez 17
Der Bund der Steuerzahler forderte die Wiedereinstellung der Mutter einer RTL-„Dschungelcamp“-Teilnehmerin. Die Lehrerin aus Soltau hatte krankgeschrieben ihre Tochter nach Australien begleitet und war dafür mit halben Bezügen vorerst suspendiert worden. Vor dem Landgericht Lüneburg erstritt sie nun ihr volles Gehalt bis zum Ende des noch laufenden Disziplinarverfahrens. Die Verteidigung legte Berufung ein.
 
Anm.: Richter sind zwar keine Beamte, haben aber eine beamtenanaloge Versorgung. Bei Beamten entscheiden sie quasi über ihr eigenes analoges Dienstrecht. Deshalb führen bezügliche Gerichtsentscheidungen auch immer wieder zu obskuren, für den Steuerzahler völlig unakzeptablen Ergebnissen. Völlig unangemessene Alimentation. Im Halbjahr 2002 z.B. hatte ein Rektor in Ahlem/Hannover 80 Unterrichtsstunden unter den Tisch fallen lassen. Zur „Belohnung„ wurde er in die Schulaufsicht(!) versetzt. Das anschließende Disziplinarverfahren wurde über 7 Jahre in die Nähe der Pensionsgrenze gestreckt.
Lehrerin Volk aus Soltau hat also beste Aussichten.




Gemeinschaftsschule Bruchwiese Saarbrücken den 23. Juni 2017
Wir stellen seit einigen Monaten eine Zunahme von Respektlosigkeit, Aggressivität und Ignoranz gegenüber dem Lehrpersonal fest. Einige Kollegen wurden und werden z.B. als „Cracknutte", „Hurensohn", „Wichser" und „Bock" beschimpft und die Größe der Geschlechtsteile wird in die Beschimpfungen miteinbezogen. Dabei werden auch Beschimpfungen in fremder Sprache gegen uns gerichtet. Viele Kolleginnen haben Angst, bestimmte Schüler zu unterrichten. Es gibt von Schülern sexuell-anzügliche Bemerkungen, ebenso werden frauenverachtende Bedrohungen ausgesprochen.Die Gewaltbereitschaft der Schüler untereinander wächst ebenso wie die gegen das Lehrerkollegium.
Verbale Entgleisungen gibt es täglich. - Extreme Verunreinigungen der Toiletten führten immer wieder zur Schließung einiger Toilettenanlagen. So wurde wiederholt auf den Boden uriniert und auch das große Geschäft wurde nicht in den Schüsseln verrichtet. - Vor drei Wochen wurde Pfefferspray vor dem Lehrerzimmer versprüht und machte so ein Unterrichten in diesem Gebäudeteil unmöglich.
 
Anm.: Ähnliches wurde mal von der Rütli-Schule in Berlin berichtet. Dann wurde ein Großteil der Lehrer ausgewechselt. Heute gibt es aus der Rütli-Schule keine Klagen mehr.




Ganztagsschulen nicht besser (Nov 17)
Die Bertelsmann-Stiftung hat eine Studie zu Ganztagsschulen erstellen lassen.
In Bayern besuchten 2015/2016 nur 16 Prozent solche Einrichtungen, während es in Hamburg 91,5 Prozent waren.
In der am 13. Oktober veröffentlichten IQB-Bildungstrendstudie zu Mathematik- und Deutschkenntnissen von Viertklässlern lag Bayern aber ganz vorne und Hamburg ziemlich weit hinten. Baden-Württemberg ist nach Antritt einer Grünen-Regierung völlig abgestürzt. Die Kinder befassen sich gem Grünen-Vorgaben dort wohl überwiegend mit Sexualpraktiken.
Einen Zusammenhang zwischen dem Ganztagsschüleranteil und der Bildungsqualität bleibt insofern zweifelhaft. Schulsysteme entscheiden wohl wenig. Qualifizierte, engagierte Lehrer entscheiden alles.