Lehreranzahl
Anzahl der Lehrer bundesweit
Dumpf
und primitiv fordern die Lehrergewerkschaften seit Jahrzehnten immer mehr Lehrer
und die nicht prüfende Bevölkerung lässt sich gern missbrauchen. Will gern
glauben, dass mehr Lehrer auch besser für die Bildung sind.
Kaum
jemanden der ahnungslosen missbrauchten Demonstranten scheint auch nur
annähernd zu erahnen, wie viele Lehrer es überhaupt gibt. Ganz zu schweigen,
ob mehr Lehrer wirklich mehr Bildung generieren, wenn sie sich letztlich doch
nicht in den Schulen aufhalten.
Nach
dem Statistische Bundesamt in Wiesbaden (2001) kamen in Deutschland auf
10.030.000 (10 Mill.) Schüler (ohne Kindergarten und Vorklassen) insgesamt
728.646 Lehrer. Also ein Lehrer für 13,7 Schüler.
Statistisch
bereinigt von Teilzeitkräften entspricht das 612.062 Vollzeitkräften. Der
Staat stellte (und stellt noch heute) also bereits für jeweils 16,3 Schüler
einen Vollzeitlehrer.
Wenn
in Wirklichkeit aber nun teilweise 32 und mehr Schüler in einer Klasse
zusammengefasst sind, bedeutet dies, dass jeder 2. Lehrer (insgesamt immerhin
306.031) statistisch niemals im Leben eine einzige Stunde Unterricht gibt!! Sie
sind aus irgendwelchen Gründen vom Unterricht befreit.
Welt
am Sonntag im Sept. 2004
Anm.:
Würde wirklich jeder Lehrer unterrichten, könnte eine Verdopplung des heute
stattfindenden Unterrichts durchgeführt werden. Also Ganztagsunterricht,
Hausaufgabenaufsicht, Übungsstunden, Sport und AG´s bis in die Abendstunden. -
ohne zusätzlich lehrende Honorarkrafte.
Gymnasien
in Hannover
In
den 43 von Ihnen vorgestellten Gymnasien in Hannover gehen insgesamt 20.966
Schüler, für die nach Ihren Angaben 2048 Lehrer zur Verfügung stehen. Also
ein Lehrer für 11 Schüler. Wenn in Hannover in einigen Klassen also 33
Schüler sind, bedeutet dies doch, dass zwei von drei Lehrern in Hannover
durchgehend, lebenslang vom Unterricht befreit sind. Was machen die eigentlich?
Anm.:
Leserbrief an HAZ am 11 Februar 2002. Er wurde nicht veröffentlicht. Die
Zeitung lehnt die Veröffentlichung solcher Zahlen ab, weil angeblich mit
Protesten der Lehrergewerkschaften zu rechnen ist. (Anm.: Wer ist eigentlich
noch unabhängig?)
Am
Humboldtgymnasium in Hannover kommen nach eigener Meldung an die hannoversche
Allgemeine z.Z. auf 4,3 Schüler ein Lehrer, im Kurt-Schwitters-Gymnasium kommen
auf 8,3 Schüler ein Lehrer. Der hannoversche Schnitt liegt bei 9 Schülern für
einen Lehrer. Eine statistische Bereinigung von Teilzeitkräften ist bei diesen
Zahlen wohl nicht erfolgt. Doch auch das ist wieder nur die halbe Wahrheit. Denn
dazu kommen natürlich noch Tausende von pädagogische Hilfskräften,
Schulassistenten Erzieherinnen u. ä., die bereits Teile der Lehreraufgaben
übernehmen. Die tatsächliche personelle Versorgung ist also noch weit besser
als angegeben.
Quelle:
Eigene Angaben der Gymnasien in hannoverschen Printmedien.
Anm.:
Das Verhältnis von nur fünf Schülern pro Lehrer, zumindest in Hannover, macht
die absurden Gewerkschaftsforderungen nach noch mehr Lehrern besonders deutlich.
Hannoversche
Allgemeine am 27.05.2010:
Das
Land Niedersachsen soll 26.000 Stellen abbauen
In
den kommenden 20 Jahren müssten 26.000 der 166.000 Stellen in der
Landesverwaltung abgeschafft werden, wenn die Bürokratie bezahlbar bleiben
soll, erklärte der Landesrechnungshofs.
Die
Schülerzahlen sinken. Statt heute 930.000 werden es in fünf Jahren nur 800.000
sein. Schon heute sei die Ausstattung mit Lehrern großzügig – im Vergleich
zu 1970 gebe es 14 Prozent weniger Schüler, aber 40 Prozent mehr Lehrer. Dies
sei kaum zu rechtfertigen. In den kommenden zehn Jahren sinke der Bedarf an
Lehrern zwischen 8000 und 9000 Stellen, beim Abbau dieser Stellen seien weniger
Ausgaben von 500 Millionen Euro jährlich möglich.
(Anm:
Tatsächlich eher 700 Mill. jährlich durch Einsparung der Folgepensionen)
Nach
Meinung des Rechnungshofes sind die Regierungsankündigungen „bei Weitem noch
nicht ausreichend“. Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) versprach eine
sorgfältige Analyse – also keine Folgen.