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Bildungspolitik Niedersachsen

 

 

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 Kosten 

 

 

Unterrichtskosten

 

Eine Stunde Schulunterricht kostet den Steuerzahler heute über 1000.-DM. Nachweis :

 

Um massive interessenlastige Falschangaben zu vermeiden, könne wohl nur Durchschnittswerte die wahren heutigen Schulkosten andeuten.

 

Was kostet also eine Lehrerin pro Jahresleistung :

 

Das Durchschnittsalter einer Lehrerin in Niedersachsen liegt bei 47 Jahren (Ministeriumsangabe im Sommer 98 ).

 

Ist sie an einem Gymnasium wurde Sie bis zu diesem Alter auch ohne besondere Leistungen altersbedingt bereits zur Oberstudienrätin befördert.

 

Das Gehalt bei diesem Dienstgrad mit A 14 und Altersstufe 11 liegt dann bei einem Grundgehalt 7500 DM. Mit Familienzuschlag von 500 DM macht das ca. 8000.DM(Das reale Gehalt ist in jungen Jahren geringer, ein älterer Rektor erhält knapp 10 000 DM.).

Bei 13 Monatsgehältern liegt das durchschnittliche Jahreseinkommen also bei 104 000 DM.

 

Bei einer angenommenen Lebensarbeitszeit von 30. Jahren(26 bis 56 ist heute üblich) wird also ein Betrag von 3 120 000.-DM ausbezahlt.
Da Lehrer von ihrem Gehalt für ihren Ruhestand keine Beiträge abführen müssen, muss der Steuerzahler auch die später anfallenden Pensionen aufbringen. Die Lebenserwartung einer deutschen Frau liegt über 77 Jahre, d.h. also ca. 20 Jahre Pension. Da nach 30 Dienstjahren nur ca. 65% Pensionsanspruch erreicht werden kann, wird sie also eine Monatspension von ca. 5200 DM erhalten. In 20 Jahren also nochmals ca. 1,3 Mill DM (In Wirklichkeit mehr, da sie beim Ausscheiden eine höhere Dienstalterstufe hat).

 

Für das Durchschnittslebenseinkommen einer Lehrerin muss der Steuerzahler also 4,47 Mil. DM aufbringen.

Dafür leistet sie 30 Jahre Dienst.

 

Pro Dienstjahr verursacht sie also wirkliche Kosten von 149 000 DM.

 

Was leistet sie dafür pro Jahr?

 

Von 52 Jahreswochen fallen für Ferien ca. 15 Wochen und für gesetzliche Feiertage in der Schulzeit noch einmal ca. 1 Woche weg.

 

Von den verbliebenen 38 Wochen fällt nochmals die Hälfte für Krankheit, Fortbildung, Personalrat, Überstunden von Klassenfahrten, Führungsaufgaben usw. weg.

 

Dieser Stundenausfall ist leicht belegbar. In der Humboldtschule Hannover kommen auf 4,69 Schüler ein Lehrer, an der Tellkampfschule in Hannover kommen auf 9,3 Schüler ein Lehrer (Quelle: eigene Schulangaben 98). Das entspricht auch dem Landesschnitt. Die wirkliche niedersächsische Klassenstärke liegt aber zwischen 18 und 33 Schülern und manchmal darüber. Bei Anwesenheit unterrichtet also jeder Lehrer mindestens 2 Klassen a 9 Schüler. So haben die Lehrer sich von jeder zweiten Unterrrichtsstunde befreit.  

 

Von den nun verbliebenen 19 Wochen Anwesenheit soll eine Gymnasiallehrerin pflichtgemäß 18 Unterrichtsstunden pro Woche, in 19 Wochen also 342 Stunden, Unterricht halten.

 

Es darf wohl angenommen werden, dass es in Niedersachsen (und auch sonstwo) noch nie einen Lehrer gegeben hat, der seinen Unterricht regelmäßig pünktlich begonnen hätte. Während die "Besten" nur durchschnittlich 2 Min. zu spät beginnen, fallen bei vielen anderen auch bis zu 10 Min. regelmäßig aus (gem. Schülerangaben). Wenn ein Schnitt von 4,5 Min unterstellt wird, heißt das, dass weitere 10% der Unterrichts ausfallen, weil die Lehrer einfach nicht hingehen.

 

Die nun verbliebenen 308 Unterrichtstunden a 45 Min. bedeuten, dass eine Lehrerin in Wirklichkeit 231 vollständige Stunden pro Jahr unterrichtet.

 

Bei 149 000 DM Kosten pro Jahr bedeutet dies, dass ein Stunde Unterricht ca. 645.-DM Personalkosten verursacht.

 

Für den Steuerzahler müssen jetzt noch die Gebäudekosten, Hausmeister, Sekretärinnen, Schulassistenten, Schulausstattung samt Zinsen und sonstiger Verwaltung hinzugerechnet werden.

Für die Vermittlung von einfachem Kinderwissen bezahlt der Steuerzahler damit wohl deutlich über 1000.-DM pro Stunde. (Noch nicht gerechnet wurden Ausbildungskosten der Lehrer: Universität, pädagogische Seminare, Fortbildungsseminare, Kosten für Ministerium und Bezirksregierung/Regierungspräsidenten)

 

Wie nun auch wissenschaftlich bewiesen (TIMSS-Studie), auch noch bei äußert geringem Erfolg (teilweise schlechter als slowenische Schüler). Ließe sich von den gemessenen TIMSS-Schülerleistungen noch die Leistung der durch Eltern aufgebrachten millionenschweren Nachhilfe abziehen, bliebe als Leistung unserer Schulen wohl nur das Weltranglistenende .

 

Ohne das Beamtengesetz in Deutschland zu ändern oder sonstwie zu strapazieren, können die heutigen Schulleistung verdoppelt und den Eltern viele Kosten für Nachhilfeunterricht zukünftig erspart werden. Nachmittags muss nachweisbare Lehrerarbeit eingeführt werden. Alle Stundenermäßigungen müssen abgeschafft werden, d.h. für alle schulbegleitenden Aufgaben reichen die voll bezahlten Nachmittage völlig aus. (Auch ein Rektor kann vormittags unterrichten und nachmittags führen) oder alle Lehrer sind ganztägig und ganzjährig in der Schule so wie alle anderen Beamten Deutschlands auch.